Mit großer Begeisterung und großem Engagement gelang es der Theater AG unter Leitung von Frau Seitz mit einer eindrucksvollen Inszenierung und mit viel Witz das Publikum in die Welt der Igel zu entführen:

Schon wieder musste ein Igel sein Leben lassen. Und das nur, weil die Menschen keine Rücksicht auf ihn nahmen. Die Igel gründeten die Igel-Initiative und mit Hilfe des Professors Spitzigel gelang ihnen der Aufstand.

Rote Äpfel ließen sie zu Riesen heranwachsen und sie nahmen Rache an den Menschen. Sie zertrampelten alle Autos und alles was ihnen in die Quere kam. Aber dieses Leben machte sie nicht glücklich und die Apfelreserven schwanden eines Tages und sie begannen wieder zu schrumpfen. In ihrer Hoffnungslosigkeit fanden sie Verbündete bei den Kindern, die ihrerseits ebenfalls wenig Beachtung bei den Erwachsenen fanden. Unter dem Motto „Zusammenhalt ist angesagt“ schlossen sie sich zusammen und die Kinder versuchten, sich bei den Politikern Gehör zu verschaffen. Doch keiner- weder schwarz noch rot, weder grün noch gelb- nahm sie ernst. Auf Stimmenfang blieb keine Zeit und kein Ohr für sie.
Enttäuscht davon versprachen die Kinder, den Igeln im nächsten Jahr bei der Suche nach Äpfeln zu helfen, auch wenn sie selbst Nachteile davon haben werden. Und so forderten die Kinder „ Die Welt zurück den Tieren“.

Die fetzigen Lieder des Chores und der Orchester-AG unter Leitung von Frau Pfeiffer und Frau Rauscher unterstrichen die jeweilige Stimmung. Mal traurig mit dem Trauermarsch von Chopin in ungewohnter Besetzung für Orff´sche Instrumente, mal rockig und aufständlerisch mit „Wir Igel sind nun sauer“, mal swingend mit„Ich bin Florian der Floh“, mal verträumt mit „Ich bin nur ein winziger Igel“, mal kommentierend mit „Po-politi, Politiker, tralafitti, wer labert mehr“ und einem Rhythmical für Alltagsinstrumente.
Und wer bis dahin nicht betroffen, ja gar aufgerüttelt war, den entließ der „Hausmeister“ mit den Worten: „Alle Autos ... sind von riesigen Igeln zu Schrott getrampelt worden. Aber- bitte, meine Herrschaften, keine Panik! Bleiben Sie ruhig.“
Ein Alptraum? Eine Vision? Wer weiß!