Piraten und Paten - Einschulung der Erstklässler 2015

by J. Kircher
September 18, 2015

Während die Viertklässler noch ganz aufgeregt die letzten Schokoladenreste aus den Mundwinkeln wischten und kontrollierten, ob ihre Piratenkleidung auch überzeugend sitzt, hatte für die Erstklässler die Einschulung schon längst begonnen. Sie saßen bereits aufgeklärt und wie die Großen im Gottesdienst.

Spannend wurde es dann aber doch, als sie in die Schule kamen: Eine Horde wild gewordener Piraten schmetterte ihnen schwungvoll und begeistert das fröhliche Lied „Herzlich Willkommen“ entgegen.

Und noch ehe sich die kleinen Schüler versahen, waren sie nicht mehr in der Schule, sondern auf hoher See, wo sie mit den Piraten gemeinsam eine Insel entdeckten. Vier, von der Öde des immer gleichen Rhythmus’ von Ebbe und Flut verdrossene Insulanerinnen, erkauften sich die Überfahrt mit einer Schatzkiste. Aber nein, nein! So einfach nehmen Piraten niemanden auf ihr Schiff. Jeder muss etwas Besonderes können! Vom schönen Tanz der Insulanerinnen fasziniert, vergaßen die Piraten fast in ihre Schatzkiste zu gucken. Zum Glück gab es da aber ein cleveres Köpfchen das rief: „Nun macht doch mal endlich die Kiste auf!“

Anstatt Gold und Edelsteinen fanden die armen Piraten aber ganz merkwürdige Sachen: ein Sextant, eine Brücke, ein Fernrohr, ein Bullauge und am Ende gar den Eingang zu einer gruseligen Höhle! Von den klugen Insulanerinnen wurden sie aus ihrem Versteck geholt: Das sind doch A, E, I, O und U.

Der Hinweis auf einen Schatz in Esslingen, lässt alle gemeinsam in See stechen. Zeit genug, Lesen zu lernen. In Esslingen angekommen, verdienten sich alle Piraten eine große Belohnung – dank der Vorurteile, die die Esslinger Polizisten gegenüber Piraten haben: „Überall ist bekannt: Piraten können doch nicht lesen!“ Sie konnten – sogar das schwierige Wort „Ler-chen-ä(c)k-ker-schu-le meisterten sie. So wurden die kleinen Erstklässler wieder gut in der Schule abgesetzt.

Nun lernten sie Frau Seiz kennen, die Aufpasserin aller Aufpasser, die ihnen den Hausmeister, Herrn Schwedler, und die Vorsitzende des Förderkreises (klick), Frau Bracht, vorstellte. Diese spendete gleich zwei Kisten mit Pausenspielen für die Abc-Schützen. Außerdem ermunterte sie die Eltern, dem Förderkreis beizutreten, welcher z.B. auch die Bühne angeschafft hat.

Manch neuer Lerchenäckerschüler hätte jetzt gerne Mama und Papa jeden Tag mit in der Schule. Wurden die Knie doch ein wenig weich?

Da endlich! Jetzt kamen die neuen Lehrerinnen: Frau Mi Plaza und Frau Schönleber. Jedes Kind wurde einzeln aufgerufen und durfte mit einem Viertklässler aus der Patenklasse an der Seite zum zukünftigen Klassenzimmer schreiten. Was dort geschah? Wir wissen es nicht, auch die neuen Buchstabenpiraten haben so ihre Geheimnisse!

Wir wissen nur eins: Ihre „klugen Insulanerinnen“ werden ihnen noch die ein oder andere Angst vor einem Buchstaben oder einer Zahl zu nehmen wissen. Außerdem wissen wir, dass der Förderkreis die Eltern und Gäste mit Kaffee, Hefezopf und Getränken bewirtete.  

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