Manfred Krüger, Vize-Präsident der Karnevalsfreunde und Frau Claudia Spielberg, Konrektorin der Lerchenäckerschule begrüßten nach einem schwungvollen Tanz des Esslinger Sporttheaters die 150 interessierten Gäste. Manfred Krüger, selbst Vater zweier Kinder betonte, dass es ihm ein persönliches Anliegen sei, im Kampf gegen den massiven Alkoholkonsum bei Jugendlichen vorzugehen. Auch Frau Spielberg betonte, dass sie sich nicht nur an den Montagmorgens im Schulhof liegenden zerbrochen Flaschen und Müllreste der Alkoholgelage des Wochenendes störe und deshalb das Projekt sofort mitgetragen hatte.
In ihrem Vortrag betonte Frau Dr. Monika Herma-Boeters, Leiterin der Jugendpsychiatrie am Esslinger Klinikum, wie sehr zu hoher Alkoholkonsum im jugendlichen Alter die Strukturen des sich entwickelnden Gehirns gefährde. Zusammenfassend könne man sagen, dass Alkohol beim Erwachsenen auf die Leber gehe und beim Jugendlichen auf das Hirn. Während ein Erwachsener 20 Jahre regelmäßigen Alkoholkonsums braucht, um in die Sucht zu geraten, benötig ein Teenager nur zwei Jahre. Um dem vorzubeugen sei es wichtig, dass wir Erwachsenen Struktur und Ordnung in unseren Alltag bringen und somit den Heranwachsenden Halt und Orientierung geben.
Dies bestätigte auch Dieter Winter, Suchtpräventionsbeamter der Polizeidirektion in Esslingen. Er hob hervor, den Alkohol nicht zu verteufeln, sondern die Jugendlichen dazu anzuleiten, ihn mit Verantwortung zu genießen. Er betonte, wie wichtig es ist, den Kindern durch konsequentes Verhalten das „Geländer“ auf dem Weg in ein sicheres Leben mitzugeben: „Wenn das Kind betrunken nach Hause kommt, darf es am nächsten Wochenende eben nicht ausgehen“. Wichtig sei es auch, Talente zu fördern, denn geförderte Kinder werden zu starken Kindern und sagen dann auch mal: nein, der Wodka schmeckt mir nicht.
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